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Kultur

Die Hodler-Gedenkstätte finden Sie auf dem Finel (Im Dorf, Abzweigung Richtung Meielisalp, nach dem Hotel Meielisalp rechts Richtung Finel).

Die Geschichte der Hodler-Gedenkstätte

Initiant zur Schaffung eines Gedenksteines in Leissigen war der damalige Gemeindepräsident Rinaldo Steuri. Am 29. Januar 1944 schlug er an der Generalversammlung in der „Krone“ Spiez den Anwesenden des Uferschutzverbandes Thuner- und Brienzersee vor, „diesem überragenden Künstler in Leissigen eine Gedenkstätte zu errichten“.

Ein solcher Vorschlag entsprach durchaus dem damals herrschenden Zeitgeist: das xenophone schweizerische Denken war auf der Suche nach einigen kulturellen Werten, die den „Inselbewohnern“ im kriegsverwüsteten Europa eine sichere Identität zu geben schienen. So war es möglich, dass dem gemeinderätlichen Antrag für ein Denkmal eines Malers, der noch 40 Jahre zuvor bestenfalls geduldet worden war, ebenso entsprochen wurde wie dem Wunsch, „(…) man möge einmal das Thema‚ Die Oberländer Seen im Lichte der Kunst‘ behandelt haben“.
Neun Jahre später, 1953, zum 100. Geburtstag von Hodler, konnte im Rahmen einer entsprechenden Feier die Hodler-Gedenkstätte auf dem Finel eingeweiht werden. Am 30. August unterstrich Prof. Dr. M. Huggler in einer langen Rede die Vorzüge des Standorts. Er erwähnt dabei nicht nur das entscheidende Bild aus der höheren Perspektive, sondern ebenso das vielseitige Schaffen, – die vielen Uferbilder von Leissigen –, das Hodler immer wieder hierher brachte, speziell erwähnt er die beiden anderen Bilder, die im Sommer 1904 entstanden: Bachbilder des Spissibaches und des Höllgrabens.

An dieser Eröffnungsfeier sprach auch Regierungsrat Seematter, der den Einsatz des Präsidenten des Initiativkomitees, Steuri, lobte und den Finel als „Mittelpunkt des berner-oberländischen Arbeitsgebietes“ des Künstlers pries.

Das PDF zur Biografie von Ferdinand Hodler finden Sie hier

Alti Sagi

In Leissigen steht die einzige erhaltene Thunersee Säge von historischer Bedeutung. Der ursprüngliche Bau datiert von 1841. Das oberhalb von Leissigen geschlagene Holz konnte, mit der genauen Nord-Süd Ausrichtung der Säge, aus den Wäldern durch das Dorf und via Säge ins Wasser zum Abtransport befördert werden.

1995 wurde das Wohnhaus und die Scheune abgerissen, die Säge jedoch fachgerecht restauriert. So wurden zum Beispiel für die Eindeckung des Daches wieder alte Därliger Ziegel (1903) verwendet.

Als Besonderheit gelten die drei Antriebsarten der Säge, welche auch ein stückweit Ausdruck der Industrialisierung im 19. und 20 Jahrhundert sind. Das ursprüngliche Wasserrad ist im Laufe der Zeit zerfallen und musste neu gebaut werden. Mit der Holzbaufachschule Frutigen konnten Schreiner- und Zimmermannslehrlinge als Projektarbeit ein neues Wasserrad bauen und in Betrieb nehmen.

 

Verein „Alti Sagi” Leissigen

Im September 2004 wurde der Verein „Alti Sagi” gegründet mit dem Ziel, den historischen Sägereibetrieb mit den drei Technologiezyklen wieder aufleben zu lassen.

Nach mehreren Monaten intensiver Renovationsarbeiten konnte die alte Säge im Mai 2010 offiziell eröffnet werden. Alle drei Antriebsarten (Wasserkraft, Petrolmotor und Elektromotor) funktionieren heute wieder einwandfrei.

 

Vermietung Alti Sagi

Dank der eingebauten Küche, der WC-Anlage und den ansprechenden Räumlichkeiten wird die alte Säge immer wieder gerne gemietet.

Für die Vermietung ist der Verein „Alti Sagi“ zuständig. Weitere Infos finden Sie unter www.alti-sagi-leissigen.ch

 
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